Ein Sommernachmittag im Juli 2017 – und 50 Kinder auf der Lokstadt-Baustelle (ehem. «Werk 1») in Winterthur: Mit der Kick-off-Veranstaltung des Langzeitprojektes Raum schaffen wurde auf dem Areal auch der Grundstein für partzipative Museumsarbeit gelegt.

Es gibt einen Kindertraum mit viel Kies und Staub: die Baustelle. Und da, wo die alten Gebäude lautstark niedergerissen werden, entsteht auch Platz für Neues. Das so genannte «Werk 1» ist das letzte Puzzleteil für die Entwicklung des Sulzerareals vom Industriegebiet zum durchmischten Stadtquartier namens Lokstadt. KindergärtnerInnen und SchülerInnen aus der direkten Nachbarschaft der Baustelle dürfen diesen Prozess nun begleiten und zwar hautnah: Raum schaffen ist das erste Langzeitprojekt des museum schaffen, das unter der Leitung der beiden Museumspädagoginnen Jasmina Hugi und Franziska Dusek und in Zusammenarbeit mit Implenia realisiert wird.

MIT HAMMER, PINSEL UND BAGGERKRAFT

Dank dem Museumsprojekt erhielten die Kinder aus dem Tössfeld erstmals die Möglichkeit, auf der Baustelle auch selber die Ärmel hochzukrempeln, mit Helm und zusätzlicher Schut- zausrüstung sowie unter der Anleitung von Bau-Profis mit Hammer und Meissel zu arbeiten und sogar einen Bagger zu bedienen. Ausserdem durften sie farbenfroh verarbeiten, was sie auf der Baustelle gesehen und erlebt haben. Die Kinder wurden auch dazu angeregt, darüber nachzudenken, was sie später werden möchten, was mal «schaffen»? Und sie dürfen im Verlaufe der nächsten Jahre auch zurückkehren in die Lokstadt und so den Wandel des Areals hautnah miterleben.